Willkommen

Herzlich Willkommen auf den Internetseiten der Bürgerinitiative „Zerbst blüht auf“!

Lassen Sie Zerbst aufblühen für Schmetterlinge & Co

Margheriten, Lein, Violen, Nelken, Silberblatt, Nesseln, Löwenzahn, Gänsefuß – wildes Blühen.

Zerbst. Es ist Blütezeit, lassen Sie es blühen! Wichtiger als die großen Blüten exotischer Zuchtblumen sind für unsere heimische Insektenwelt die Blüten heimischer Wildblumen und Kräuter. Viele Arten von Schmetterlingen & Co haben sich auf bestimmte heimische Pflanzenarten spezialisiert und ihr Leben an genau diese Arten angepasst. Um Insekten und Singvögeln ein Überleben zu ermöglichen, ist es darum wichtig, ihnen eine artenreiche heimische Blütenvielfalt anzubieten. Das geht sehr einfach auf einer bunten Blumenwiese oder in einer wilden Kräuterecke. Viele Singvogelarten benötigen Insektenlarven zur Aufzucht ihres Nachwuchses. Etliche Arten nutzen eine naturbelassene Ecke als stillen Brutplatz. Gerade in der Zeit von Mitte April bis Mitte Juli sind Vögel und Insekten auf eine möglichst störungsfreie Fortpflanzungszeit angewiesen. Darum lassen Sie besonders in dieser Zeit wo immer möglich den Rasenmäher und die Brennnessel-Ecke stehen. Ein steriler Rasen wird von selbst zur Blumenwiese je seltener er gemäht wird. Für Insekten und Singvögel besonders günstig ist es, wenn die Blumenwiese erst im August gemäht wird. Am besten nicht im Ganzen, sondern in mehreren Teilen über mehrere Wochen verteilt. Auf diese Weise blüht es auf dem bereits gemähten Teil schon wieder, wenn der letzte Teil gemäht wird. Das Kräuterbeet sollte sogar erst Anfang März zurückgeschnitten werden, denn in den trockenen Stängeln überwintern Insektenvarven. Diese und die Samen der Pflanzen dienen Singvögeln als Winterfutter. Tipps für das große Blühen finden Sie u.a. hier: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/aktivitaeten/29551.html

Statt Saatgut oder Pflanzen aus dem Baumarkt empfehlen wir gezielt regionale Samen und Pflanzen gebietseigener Wildblumen mit gesicherter genetischer Herkunft aus unserer Region. Gern können Sie sich für Wildblumen-Samen, Pflanzen und Tipps auch an die Mitglieder der Bürgerinitiative wenden unter: kontakt@zerbst-blueht-auf.de

Dreierlei Thymian im Kräuterbeet – ein Gaumenschmaus nicht nur für Zweibeiner.

20.05.2021

Bürgerinitiative „Zerbst blüht auf“ lädt zum Pfingstmontag ein

Dr. Ernst Paul Dörfler führt durch das Nachtigallen-Konzert

Zerbst. Zum Nachtigallen-Konzert lädt die Bürgerinitiative „Zerbst blüht auf“ ein. Treffpunkt ist am Pfingstmontag (24.5.) um 17 Uhr vor dem Zerbster Bahnhof. Durch das Konzert führt der Ökologe und Autor Dr. Ernst Paul Dörfler.

Was wir als Menschen von den Vögeln lernen können, darüber gibt Dörfler in seinem Buch „Nestwärme“ Auskunft. Das Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, Gewaltverzicht, klimaneutrale Mobilität, faire partnerschaftliche Beziehungen – Dörfler sieht vieles, was Menschen sich von Vögeln abgucken können. Mit seinem Buch hat er es bis in die Spiegel-Bestsellerliste geschafft

Dörfler nimmt die Menschen mit auf eine Exkursion mitten ins Leben der aufblühenden Natur und zeigt das Leben aus der Perspektive der Vögel. Damit offenbart er den Teilnehmer:innen des etwa anderthalbstündigen Spazierganges neue Perspektiven. Noch besser als an ihrem Gefieder lassen sich die Vögel an ihrem Gesang erkennen. Gemeinsam werden sie bestimmt, ihrem Konzert gelauscht und die Botschaften ihrer Arien entschlüsselt und mit unserem menschlichen Handeln in Beziehung gesetzt. Auf diese Weise schafft es Dörfler immer wieder, die Lieder von Nachtigall & Co für die Zuhörer:innen lebenswirksam werden zu lassen.

Egal ob Gefühlswelt, Familienleben, Kinder-Erziehung, Baukunst oder Speisepläne – Dörfler beleuchtet in seinen Gesprächen mit interessierten Naturliebhabern unzählige Gesichtspunkte und zeigt die Zusammenhänge zur Welt der Pflanzen und Insekten auf. So führt er die Teilnehmer:innen auch in den Austausch darüber, was jede:r Einzelne gegen das Verschwinden der Vögel tun kann.

Die Veranstaltung findet gemäß den geltenden Infektionsschutzregeln und in Absprache mit dem Gesundheitsamt Anhalt-Bitterfeld statt. Langsamen Schrittes und mit vielen Pausen für Beobachtungen und Austausch können Naturinteressierte jeden Alters gut folgen. Um vorherige Anmeldung wird unter Telefon 03923-62 199 57 oder per E-Mail an zerbst-blueht-auf@web.de gebeten.

Bild: Katja Zumpe

23.04.2021

Mehr als 10 Tonnen Müll gesammelt – Danke an alle Beteiligten

Zerbst. Wir sind überwältigt von der Beteiligung und danken allen, die sich am Frühjahrsputz beteiligt haben. Als Bürgerinitiative konnten wir die Stadtverwaltung im März trotz kurzer Vorbereitungszeit für diese gemeinsame Müllsammelaktion gewinnen. Unzählige Ortsteile haben sich der Aktion angeschlossen. Insgesamt wurden bei der Aktion mehr als 10 Tonnen Müll in der Stadt und ihren Ortsteilen sowie an den Rändern von Wegen und Straßen gesammelt. Die große Resonanz in der Bevölkerung hat dazu geführt, dass wir mit der Stadt vereinbart haben, zukünftig zweimal jährlich am 3. Samstag im September und am letzten Samstag im März alle Bürger*innen zu gemeinsamen Müllsammelaktionen einzuladen. Unser Dank gilt dabei auch dem Bauhof der Stadt Zerbst und den Kreiswerken Anhalt-Bitterfeld, die den gesammelten Müll der ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt und uns mit Containern unterstützt haben.

Die nächste Aktion ist geplant für Samstag, den 18. September 2021. Machen Sie mit, bei der großen Herbst-Putzaktion! Gemeinsam sammeln wir Müll in der Kernstadt und den Ortsteilen von Zerbst sowie an den Weges- und Straßenrändern. Bitte bringen Sie nach Möglichkeit zu Ihrem eigenen Schutz Arbeitshandschuhe und eine Warnweste mit.

19.03.2021

Aufruf zum Frühjahrsputz – Aktionstag „Saubere Landschaften“

Waren Sie in der letzten Zeit einmal spazieren? Jetzt wo der Frühling vor der Tür steht, möchten wir uns an bunten Frühblühern erfreuen. Aber was sticht einem stattdessen ins Auge? Achtlos in die Landschaften geworfener Müll, darunter Flaschen, Zigarettenschachteln, Verpackungen und sogar Möbel und Autoreifen. Achtlos fortgeworfener Müll ist hässlich, zieht Ungeziefer an, kann Tiere verletzen und verursacht jährlich unnötige Mehrkosten für Städte und Landkreise. Verpackungsabfall landet nach Jahren als Mikroplastik wieder auf unserem Teller.

Die Stadt Zerbst ruft gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Zerbst blüht auf“ zu einer Müllsammelaktion in der gesamten Einheitsgemeinde auf. Jede Bürgerin und jeder Bürger, ob groß oder klein, ob jung oder alt ist aufgerufen, am Samstag, den 10.04.2021 in der Zeit von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr an einer Müllsammelaktion teilzunehmen. Ziel ist es, entlang der öffentlichen Wege und Straßen die Natur von herumliegendem Müll zu befreien.

Deshalb:

Ärmel hochkrempeln, aber wo nötig Schutzhandschuhe und Warnwesten an!

Gemeinsam den Müll bekämpfen, aber in kleinen, pandemiegerechten Gruppen!

Am Abend erschöpft in den Sessel sinken und sich auf den nächsten Spaziergang freuen!

06.03.2121:

Gemeinsam aktiv für Vögel und Insekten

Bürgerinitiative „Zerbst blüht auf“ und Förderverein Großtrappenschutz e.V.

Es tut sich was im Europäischen Vogelschutzgebiet Zerbster Land. Der Förderverein Großtrappenschutz e. V. setzt sich für den Schutz der Großtrappe hier in Zerbst und in weiteren verbliebenen und ehemaligen Brutgebieten in Deutschland ein. Das Überleben des schwersten flugfähigen Vogel Europas mit dem imposanten Balzverhalten ist eng verknüpft mit dem Erhalt weiträumiger und extensiv genutzter Ackerebenen und Grünländer. Obgleich die Großtrappe von einer landwirtschaftlichen Nutzung profitiert, sorgen der intensive Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie eine Einengung der Fruchtfolgen in den letzten Jahrzehnten für eine Verknappung der Nahrungsgrundlage für Jung- und Altvögel. Darüber hinaus gefährdet eine Vielzahl an Fressfeinden die störungsfreie Aufzucht und das Überleben der Küken und Jungvögel in freier Wildbahn.

Mit Hilfe eines stetig weiterentwickelten Aufzucht- und Auswilderungsprogramms sowie der Sicherung der Lebensräume in den letzten drei Brutgebieten gelang es dem Förderverein, den kurz vor dem Aussterben stehenden Wildbestand von deutschlandweit gerade noch 57 Großtrappen im Jahr 1997 auf 337 Vögel im Jahr 2020 zu stabilisieren. In den bestehenden Schutzgebieten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt konnte durch die enge Zusammenarbeit mit Landwirten und Jägern einerseits eine nachhaltige Aufwertung der Lebensräume mit Hilfe angepasster Bewirtschaftungs- und Pflegemaßnahmen als auch eine Steigerung der Überlebensrate der Jungvögel durch die Errichtung raubsäugersicherer Umzäunungen erreicht werden.

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Großtrappen und viele andere Vogelarten benötigen zum Überleben reiche Insektennahrung, wie sie auf heimischen Wildblumen zu finden ist.

Von der Schaffung strukturreicher Lebensräume in der Kulturlandschaft profitieren neben der Großtrappe auch andere früher häufig anzutreffende und aktuell immer stärker abnehmende Feldvogelarten wie Feldlerche, Grauammer und Rebhuhn sowie eine Vielzahl von Insekten und Ackerwildkräutern.

Um die Population der Großtrappe in Deutschland und Mitteleuropa nachhaltig zu stabilisieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der weltweit stark gefährdeten Art zu leisten, wird derzeit die Reaktivierung des in den 1990er Jahren verwaisten Einstandsgebiets im Zerbster Land vorbereitet. Eine Machbarkeitsstudie bescheinigt der Wiederansiedlung gute Chancen, vorausgesetzt die wichtigsten Gefährdungsursachen werden eingedämmt. „Ein solches Vorhaben wäre nach der erfolgreichen Bestandsgründung in Großbritannien erst der weltweit zweite Versuch, die Großtrappe nach deren lokalen Aussterben in einem für sie traditionellen Einstandsgebiet wieder anzusiedeln und die vormals letzte ackerbewohnende Population der Großtrappe in Deutschland wieder neu zu begründen“, so René Köhler, der beim Förderverein Großtrappenschutz e.V. für die Wiederansiedlung verantwortlich ist.

Müll ist ein Problem für Brutvögel

Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, Verpackungen und Bindfäden stellen eine große Gefahr nicht nur für Großtrappen dar, sondern für viele Vogelarten. So strangulieren sich regelmäßig Greifvögel an Bindegarn, das sie als Nistmaterial in ihre Nester getragen haben. Schon mehrfach mussten Großtrappen eingefangen werden, die sich Bindegarn um ihre Beine gewickelt hatten. Plastikfolien in Nestern führen regelmäßig dazu, dass Regenwasser nicht aus den Nestern ablaufen kann und Jungvögel ertrinken oder verklammen. Nikotin ist auch für Vögel ein Nervengift! Der Förderverein Großtrappenschutz e.V. wird zukünftig in Absprache mit den zuständigen Behörden jede Form der dokumentierten illegalen Müllentsorgung im Vogelschutzgebiet Zerbster Land zur Anzeige bringen.

Statt Müll in der Landschaft brauchen die Vögel Insekten als Nahrung. „Gerade für die Trappenküken ist eine eiweißreiche und leicht verdauliche Insektenkost unverzichtbar,“ mahnt Dr. Ernst-Paul Dörfler.

Dr. Ernst-Paul Dörfler. Bild: Katja Zumpe

Die Insekten brauchen wiederum eine größere Vielfalt von Wildblumen und Kräutern. Diese sind ein Anliegen der Bürgerinitiative „Zerbst blüht auf“, die sich für weniger Müll in der Landschaft und mehr Artenvielfalt engagiert.

Bürgerinitiative und Förderverein sammeln gemeinsam Müll im europäischen Vogelschutzgebiet Zerbster Land. Unterstützt werden sie dabei von der Stadt Zerbst, die u.a. Müllcontainer bereitstellt und vom Landkreis, der die Entsorgung des gesammelten Mülls übernimmt. Gemeinsam rufen alle Beteiligten zum Müllsammeln auf.

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende nachhaltig die Arbeit des Fördervereins Großtrappenschutz e.V. und helfen Sie dabei mit, die letzten Lebensräume der Großtrappen in Deutschland zu erhalten. Der Förderverein ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden können steuerlich abgesetzt werden. Gerne stellt der Verein eine Spendenquittung aus.

Ihre Überweisung richten Sie bitte an: Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam (MBS)

Förderverein Großtrappenschutz e.V.
IBAN: DE34 1605 0000 3859 1920 85
BIC: WELADED1PMB

Konto-Nr.: 3859192085
Bankleitzahl: 160 500 00

Möchten Sie speziell für die Wiederansiedlung der Großtrappe im Zerbster Land spenden, ergänzen Sie als Spendenzweck „Trappenfelder – Neue Lebensräume für die Großtrappe im Zerbster Land“

kontakt@zerbst-blueht-auf.de
Telefon 0172-3890059

Mehr als 10 Tonnen Müll gesammelt – Danke an alle Beteiligten

Zerbst. Wir sind überwältigt von der Beteiligung und danken allen, die sich am Frühjahrsputz beteiligt haben. Als Bürgerinitiative konnten wir die Stadtverwaltung im März trotz kurzer Vorbereitungszeit für diese gemeinsame Müllsammelaktion gewinnen. Unzählige Ortsteile haben sich der Aktion angeschlossen. Insgesamt wurden bei der Aktion mehr als 10 Tonnen Müll in der Stadt und ihren Ortsteilen sowie an den Rändern von Wegen und Straßen gesammelt. Die große Resonanz in der Bevölkerung hat dazu geführt, dass wir mit der Stadt vereinbart haben, zukünftig zweimal jährlich am 3. Samstag im September und am letzten Samstag im März alle Bürger*innen zu gemeinsamen Müllsammelaktionen einzuladen. Unser Dank gilt dabei auch dem Bauhof der Stadt Zerbst und den Kreiswerken Anhalt-Bitterfeld, die den gesammelten Müll der ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt und uns mit Containern unterstützt haben. Die nächste Aktion ist geplant für Samstag, den 18. September 2021.